Wohnort D | Arbeit DK

Wohnort D | Arbeit DK


Arbeitnehmereinkünfte aus Dänemark bei deutschem Wohnsitz:
Grundsätzlich greift der hohe dänische Steuersatz

Arbeitnehmer, die in Deutschland wohnen und in Dänemark arbeiten, versteuern Ihren Arbeitslohn grundsätzlich in voller Höhe in Dänemark. Die Betroffenen kommen in den „Genuss“ des hohen dänischen Steuersatzes. Der wäre bei gleichem Einkommen in vielen Fällen in Deutschland niedriger.


Einkünfte nach Deutschland verlagern?

Gemäß deutsch-dänischem Doppelbesteuerungsabkommen darf und muss ein Angestellter mit deutschem Wohnsitz und einem Job beim Arbeitgeber in Dänemark den Teil des Lohns in Deutschland versteuern, den er außerhalb Dänemarks erarbeitet – beispielsweise bei Dienstreisen nach Deutschland, Schweden, oder andere Länder, aber auch bei Heimarbeit von Deutschland aus. Der in Deutschland zu versteuernde Teil des Einkommens muss aktiv an die Behörden auf beiden Seiten der Grenze gemeldet werden. Die Arbeiten außerhalb Dänemarks müssen dokumentiert werden. Wenn Dänemark auf das Besteuerungsrecht verzichtet und Deutschland die im Vergleich oft niedrigeren Steuersätze anwendet, spart der Angestellte am Ende bares Geld.

Warum? Die steuerliche Belastung von Arbeitslohn ist in Dänemark oft höher als in Deutschland. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die Sozialversicherung in Dänemark im Steuersatz enthalten ist. Wer nun in Deutschland nicht sozialversicherungspflichtig ist, zahlt dort „nur“ die Lohnsteuer und ggf. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Eine weitere Steuerersparnis ergibt sich oft dadurch, dass es in Deutschland mehr Möglichkeiten gibt, jobbedingte Aufwendungen steuermindernd abzuziehen (bspw. doppelte Haushaltsführung, Arbeitszimmer). Zusätzlich können aber auch Krankheitskosten, Spenden, Handwerkerleistungen, Kinderbetreuungskosten usw. steuerlich geltend gemacht werden.

Achtung Sozialversicherung: Wenn dies dazu führt, dass zu große Anteile des Lohns nicht in Dänemark erwirtschaftet werden, hat das Auswirkungen auf die Sozialversicherungspflicht in beiden Ländern. Welche, muss im Einzelfall geprüft werden.


Der Einfluss des ausländischen Einkommens auf den inländischen Steuersatz

Wer innerhalb eines Jahres aus Deutschland wegzieht,
innerhalb eines Jahres nach Deutschland zieht oder
parallel Einnahmen aus beiden Ländern bezieht,

dessen Steuersatz wird in Deutschland danach bemessen, was er in beiden Ländern verdient hat. Das kann große Auswirkungen haben.

Beispiel gefällig? Wer in Deutschland lebt und jährlich 10.000 EUR verdient, der hat einen Steuersatz von ca. 2,5% und zahlt 250 EUR Steuern. Wer aber zusätzlich noch 120.000 EUR in Dänemark verdient, der muss die in Deutschland verdienten 10.000 EUR mit einem Steuersatz von ca. 37% besteuern, und damit 3.700 EUR Steuern zahlen.

Das dänische Einkommen muss für Zwecke der deutschen Steuern nach deutschen Regeln berechnet werden. Und das erfordert in nahezu allen Fällen besonderes Wissen über die Steuersysteme in beiden Ländern – man denke allein an die Unterschiede in der steuerlichen Berücksichtigung der Altersvorsorge, der Reisekosten und der KFZ-Gestellung.

  • Einkommensteuererklärungen
  • Brutto/Netto-Optimierungen
  • Beratung zur Glättung von Progressionswirkungen

Kontakt:


Schicken Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns unter der Telefonnummer ü49 461 90 90 30 00 an. Das erste Treffen ist kostenlos, nicht verpflichtend und wir beraten Sie in Ihrer Sprache. Gemeinsam besprechen wir, was wir für Sie tun können.
Roman Guscharzek

Roman Guscharzek

Benjamin J. Feindt

Benjamin J. Feindt