Wohnort DK | Rente D

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Die Rente aus der deutschen Rentenversicherung unterliegt nach dem Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland/Dänemark immer der Besteuerung in Deutschland.
Je nachdem, wann die Rente begonnen hat, ist nur ein gewisser Prozentsatz von der Jahresrente steuerpflichtig.

Es gibt zwei Arten, wie diese Renten behandelt werden können:

Beschränkte Steuerpflicht

Bei einer Behandlung als beschränkt Steuerpflichtiger wird nur die Rente besteuert. Ein Abzug von Aufwendungen z.B. für Versicherungen, Handwerkerleistungen und Krankheitskosten können hierbei nicht geltend gemacht werden. Des Weiteren erhält man nicht den Grundfreibetrag, der einen gewissen Einkommen steuerfrei stellt (vergleichbar ist mit dem dänischen personfradrag).
Aus dem sich ergebenden steuerpflichtigen Betrag wird dann vom Finanzamt die Einkommensteuer berechnet. Aufgrund der genannten Systematik kommt es – falls keine Steuervorauszahlungen geleistet wurden – immer zur Nachzahlungen, im schlechtesten Fall über viele Jahre.


Unbeschränkte Steuerpflicht

Unter Umständen kann, auch wenn der Rentner im Ausland wohnt, auf Antrag eine Behandlung als unbeschränkt Steuerpflichtiger in Betracht kommen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Einkünfte aus Dänemark geringer als der Grundfreibetrag (s.o.) sind oder wenn die Einkünfte aus Deutschland (deutsche Rente) 90 % der gesamten Einkünfte ausmachen.
Sofern ein solcher Antrag gestellt wird, hätte dies zur Folge, dass alle Einkünfte in Deutschland erklärt werden müssen. Hierzu gehören dann nicht nur die deutschen Renten, sondern auch die Einkünfte aus Dänemark. Die dänischen Einkünfte werden zwar nicht direkt in Deutschland besteuert, jedoch werden diese zur Ermittlung des Steuersatzes herangezogen.
Der Vorteil bei dieser Behandlung liegt darin, dass in diesem Fall Versicherungen, Handwerkerleistungen und Krankheitskosten steuerlich abgezogen werden können.
Von den verbleibenden Einkünften wird im letzten Schritt noch der Grundfreibetrag (s.o) abgezogen. Sofern nach dem Abzug des Grundfreibetrages der Restbetrag bei 0,00 € oder drunter ist, so würde keine Steuer entstehen. Wenn dies der Fall ist, kann beim Finanzamt ein Antrag auf Nicht-Veranlagung gestellt werden. Bei Zustimmung des Finanzamts muss der Rentner für die Zukunft keine Steuererklärungen mehr abgeben. Die unbeschränkte Steuerpflicht ist daher in vielen Fällen günstiger: Wer außer der deutschen Rente keine oder wenig Einkommen bezieht, spart Steuern, wenn er einen Antrag auf Behandlung als „unbeschränkt Steuerpflichtiger“ stellt.

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Roman Guscharzek

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Benjamin J. Feindt

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